Theater ist ein soziales Medium. Das gilt für den Ort des Theaters und für die Interaktionen zwischen Bühne und Zuschauerraum. Das greif zunehmend auch weit darüber hinaus: ins reale Leben. So wurde durch eine Sponsoren-Initiative am Schauspielhaus die „Klassenkasse“ eingerichtet. Sie verhilft Kindern und Jugendlichen, die in sozial schwachen Verhältnissen aufwachsen, zu der Möglichkeit, Vorstellungen im Schauspielhaus zu besuchen, um ihnen so den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Nun besteht der Wunsch, diese Aktivitäten auszuweiten. Im Rahmen einer neu konzipierten reihe am Jungen Schauspielhaus unter dem Arbeitstitel „utopia!“ sollen – neben aller Theorie – auch Modelle zukünftigen Verhaltens praktisch-spielerisch erprobt werden.
Unter dem Titel „Der gelebte Generationenvertrag“ sollen im praktischen Zusammensein Senioren oder ältere Jugendliche für junge Leute oder Kinder ein Jahr lang als „Theatermentoren“ tätig sein, im permanenten austausch über Vorstellungen des Jungen Schauspielhauses und damit zwangsläufig auch über die eigenen Erfahrungen – eine Schule des (gemeinsamen) Lebens. Ferner soll ein theatralisches Projekt des Zusammenleben von Blinden und Gehörlosen untersuchen, das natürlich von Menschen vorangetrieben und später auch betrachtet wird, die sehen und hören können – Abschaffung des Normalen?
Weitere können folgen.
Diese Matinee entstand durch die gemeinsame Initiative des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg mit den Hamburger Lions Clubs: LC Hamburg, LC Hamburg-Airport, LC Hamburg-Hansa, LC Hamburg Sachsenwald, LC Hamburg Walddörfer. www.lions.de
Veranstalter: Fördergesellschaft der Freunde des LC Hamburg Walddörfer e.V.